Beweispartie in 10 Zügen

 


Bernd Gräfrath. In: Zeitschrift Schach, Retro A, 3/2010.

Stellung nach dem 10. schwarzen Zug. Wie lief die Partie?

Gedanken:

  1. Der Läufer c1 wurde auf seinem Startfeld geschlagen. Dies kann nur der schwarze Turm h8 erledigt haben, da die schwarzen Springer zu viele Züge gebraucht hätten.
  2. Züge Schwarz: h5, g5 und Sh6 sind mindestens 3 Züge. Tf8-f3-c3-c1 mindestens 4 Züge (Turm kann auch über g8 nach c1), den Turm über h6 nach c1 bringen kostet einen Zug mehr und ist auszuschließen. Bleiben noch 3 in Reserve.
  3. Wie wurde der Bauer h2 geschlagen? Es ist unwahrscheinlich bis unmöglich, dass der Bauer auf h2/h3/h4 geschlagen wurde, das kostet Schwarz zuviel Zeit. Also beziehen wir den Bauern aktiv mit ein!
  4. Züge Weiß: c4, Sc3, Dc2, 0-0-0 sind mindestens 4 Züge, bleiben noch 6 Züge; In 5 Zügen ist h2 auf der Grundreihe und hat umgewandelt, zwischendurch öffnet er eine Linie für den schwarzen Turm, damit dieser nach c1 kommt.
  5. Der letzte schwarze Zug? Ziemlich sicher der g5-Bauer. Er kann von f6 geschlagen haben, dann ist der sTurm über die g-Linie nach c1 ;)
  6. Tipp: Sich um die 6 Züge mit dem Bauer h2 kümmern. Es ist nicht möglich, dass die weiße Dame im schwarzen Lager gewütet hat und dann wieder nach c2 zurück ist. Der Turm h8 kommt dabei nicht gescheit nach c1 und wird geschlagen.

14+13

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Auflösung